 |  | | Autor: |  | Alois Sepp (---.dip.t-dialin.net) |  | | Datum: |  | 15.06.09 |  | Ein Hallo an Alle.
Zunächst glaubte ich an einen Aprilscherz, als ich las, dass Patienten über Ärzte berichten und ihr Urteil abgeben können. Wo gibt´s denn sowas, dass man gegen die Herrgötter in weiß die Stimme erheben kann.
Ich möchte jetzt aber keine vernichtende Kampagne gegen meine Ärzte starten, es gäbe jedoch vieles zu verbessern in diesem System, wo sich nur sehr viele kostenmäßig an den Beitragszahlern gütlich tun.
In der Presse erhebt derÄrztechef Hoppe seine Bedenken gegen die Beurteilung seiner heiligen Schäfchen durch die Patienten. Warum erhebt er Bedenken? Hat er vielleicht doch ein schlechtes Gewissen? Könnten seine heiligen Schäfchen nicht doch eine Menge "Schwarze Schafe" unter sich haben?
Ich persönlich kann gegen meine derzeitigen Ärzte absolut nichts Nachteiliges sagen, außer dass;
- die Wartezeiten für einen Termin so lange sind, dass man am Tag des Termins entweder tot ist oder sich die Situation durch Selbsthilfe erledigt hat.
- man in so manchen Praxen nicht den Eindruck einer guten Strukturierung des Ablaufs erkennen kann.
- ich als zahlender Patient nicht nachvollziehen kann, wer, wann, wieviel, wo und von wem was für meinen Arztbesuch wirklich abgerechnet wird. In jedem normalen Geschäftsverkehr kann ich als Kunde nachvollziehen, was ich für mein Geld bekomme.
- die zuzuzahlenden Kosten werden für mich als Kassenpatient klammheimlich immer mehr und höher, die Leistungen der Kasse wird dabei immer weniger (zumindest laut Aussagen der Ärzte in den Medien).
- für was brauchen wir so viele unterschiedliche Krankenkassen? Für was brauchen wir so viele Ärzteverbände? Jeder Verband betreibt einen unheimlich mächtigen und großen Verwaltungsapparat, benötigt riesige Gebäude. All dies müssen wir Beitragszahler aufbringen!
- für was zahlen wir überhaupt noch Krankenkassenbeiträge, wenn eh immer mehr auf die private Tasche der Patienten verlagert wird?
Es gäbe noch viele Anregungen von Einsparmöglichkeiten, dies würde den Rahmen hier jedoch sprengen.
Alois Sepp,
München |

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