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WLAN für Patienten und Mediziner

Vor 50 Jahren in Buchloe gegründet, gehört das Krankenhaus St. Josef heute zu den Kreiskliniken Ostallgäu und sorgt mit 120 Betten sowie rund 200 Mitarbeitern für die medizinische Grundversorgung in der Region. Neben zwei chirurgischen Abteilungen beherbergt die Einrichtung eine Innere Abteilung sowie eine Anästhesie. Darüber hinaus sind ein orthopädisches Kompetenzzentrum sowie der Fachbereich Gynäkologie als belegärztliche Abteilungen an das Krankenhaus angegliedert. Im Rahmen der Erneuerung der Kommunikationsanlagen -Telefon, Fernsehen und Funk- entschloss man sich in Buchloe auch zur Einführung eines flächendeckenden Wireless Local Area Networks (WLAN). Die zentrale Steuer-Intelligenz HiPath Wireless Controller, die von Siemens eigens für den Klinik-Einsatz entwickelt wurde, sorgt dabei für die kontinuierliche Datenkommunikation.
Um die interne Kommunikation zwischen Pflegepersonal, Ärzten und Labor zu verbessern und bei der Visite am Krankenbett stets aktuelle Informationen bereitstellen zu können, suchte das St. Josef Krankenhaus nach einer Netzwerktechnologie, die diese Anforderungen problemlos erfüllen konnte. Denn die bisher übliche Methode, bei der täglichen Arztvisite alles manuell auszufüllen und hinterher mühsam in den PC zu übertragen, kostete nicht nur viel Zeit und Geld, sondern war auch fehleranfällig. Darüber hinaus sollte die neue Lösung dazu dienen, den Patienten den problemlosen und komfortablen Zugang zum World Wide Web zu ermöglichen und dadurch die Attraktivität der Klinik zu verbessern.
Im Rahmen der Migration der vorhandenen Siemens-Telefonanlage auf ein HiPath 4000 System installierte der Branchenvertrieb Gesundheitswesen der Siemens AG im St. Josef Krankenhaus ein flächendeckendes Wireless Local Area Network (WLAN). Gegenüber handelsüblichen Schnurlostelefonen liegt die Strahlenbelastung durch diese Funktechnologie nur bei einem Drittel. Alle fünf Stationen des St. Josef Krankenhauses verfügen über einen mobilen Visitenwagen, der mit Lifebooks von Fujitsu Siemens Computers ausgerüstet sind. Damit die Ärzte während der Visite mit ihrem Mini-Computer nicht in ein Funkloch geraten und den Kontakt zum zentralen Server mit den digitalen Patientenakten verlieren, wurde eine völlig neuartige Lösung für Kliniken entwickelt. Diese Funkanlage mit zentraler Steuer-Intelligenz – dem HiPath Wireless Controller – sorgt dafür, dass das so genannte „Handover“ zwischen den einzelnen Funkzellen reibungslos verläuft. Denn dass bei herkömmlichen WLAN-Access-Points die Übergabe der Verbindung bei einem Standortwechsel mitunter kurz unterbrochen wird, sollte im sensiblen Krankenhausumfeld unbedingt vermieden werden – damit wichtige medizinische Daten nicht verloren gehen und der Arzt keine Zeit am Patienten verliert.
Neben dem drahtlosen Zugang zum Internet direkt am Krankenbett, der den Patienten ihren Aufenthalt in der Klinik erleichtert und den Kontakt zur Außenwelt nicht abreißen lässt, optimiert die neue Funktechnologie vor allem die interne Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegepersonal sowie Labor- und Röntgenassistenten. "Mit Hilfe moderner Kommunikationsmethoden kann zügig und transparent gearbeitet werden, überflüssige Wege- und Suchzeiten entfallen", so Katja Maria Bittner, Verwaltungsdirektorin des St. Josef Krankenhauses. Denn die Ärzte haben bei ihrer Visite jederzeit schnellen Zugriff auf die „digitale Patientenakte“ die letztendlich mit allen Diagnosen, Anamnesen, (Labor-) Befunden, Anordnungen und Anmerkungen zum Behandlungsfortschritt abrufbar sein wird. „Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle am klinischen Prozess Beteiligten mit neuen Informationen arbeiten können, was nicht nur die Kosten, sondern auch die Fehleranfälligkeit der Prozesse senkt“, so Katja Maria Bittner. Darüber hinaus soll es demnächst möglich sein, auch die Ergebnisse bildgebender Verfahren – wie beispielsweise Röntgenbilder – in das System einzubinden und damit die Patienten noch besser als bisher über ihr Krankheitsbild und mögliche Behandlungsmethoden aufzuklären. „Eine Fülle von Zusatznutzen wie z.B. die Erfassung der Speisenauswahl über WLAN Endgeräte direkt am Krankenbett sind angenehme Nebenerscheinungen drahtloser Übermittlung", so die Chefin der Ostallgäukliniken!
05/2006

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