Heilmittel für infizierte Post - E-Mail-Management bei Merz Pharma

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Für die Pharmaindustrie ist das Spam-Problem besonders dramatisch – nicht nur, weil Pharma-bezogene Themen häufig Inhalt der Werbemails sind. Gerade der Bereich Forschung und Entwicklung hatte unter der andauernden Belästigung zu leiden. Merz Pharma rückt der Spam-Plage und Viren-Angriffen mit der iQ.Suite von GROUP Technologies als zentrale Management-Plattform für seine Messaging-Umgebung Microsoft Exchange zu Leibe.



Seit Anfang 2005 verwaltet Merz Pharma die E-Mail-Infrastruktur für alle Standorte zentral im Frankfurter Rechenzentrum. Mit der räumlichen Konsolidierung ging auch eine Erweiterung der Prüf- und Filterstrategie für die elektronische Post einher. Die bisher eingesetzte Management-Lösung für Spam- und Virenschutz wurde den gestiegenen Anforderungen schon lange nicht mehr gerecht. Spam ist das derzeit größte Problem bei der digitalen Kommunikation im Pharmabereich. Auch bei Merz Pharma hatten sich lästige Werbemails und andere unerwünschte Nachrichten längst zur Herausforderung Nummer eins für die IT-Administration entwickelt. Viele Spam-Mails haben medizinische Themen zum Inhalt, etwa Angebote für Medikamente oder neue und meiste dubiose Therapien. Dadurch ähneln sie seriösen Nachrichten mit Pharma-bezogenem Inhalt so sehr, dass das Erkennen und Herausfiltern der Spam-Mails besonders schwer ist. „Bei der E-Mail-Prüfung lag unser Fokus bislang auf dem Virenschutz durch Filtern von E-Mail-Anhängen“, berichtet Alexander Heß, IT-Administrator bei Merz Pharma. „Spam-Mails enthalten in der Regel aber keine Anhänge, so dass sich dieses Prüfkriterium für das Aussortieren von Werbe-Nachrichten nicht eignet. Viel wichtiger für die Entscheidung, ob eine Nachricht als unerwünscht abgefangen oder als wichtig durchgestellt wird, ist eine inhaltliche Bewertung des Mail-Texts. Dafür fehlte unserer bisher eingesetzten Lösung jedoch die spezielle ‚Intelligenz’ einer E-Mail-Prüfsoftware.“

Passende Wirkstoffkombination

Neben umfassender Bewertungs- und Filterfähigkeit waren als weitere Kriterien für die neue Software der serverseitige Betrieb und die nahtlose Integration in die Microsoft Exchange-Umgebung wichtig. „Für die Lastverteilung nutzen wir zwei Exchange Gateways. Ein Master Server verteilt die Last auf einen weiteren Server“, erklärt der Leiter des Rechenzentrums Christoph Schneider. „Deshalb war für uns entscheidend, dass die E-Mail-Lösung keine Erweiterung der Server-Architektur benötigte, etwa durch SQL- und spezielle Webserver, was den Administrationsaufwand erheblich verringert.“ „Wichtig war auch die Möglichkeit für unsere Anwender, gefilterte E-Mails in Augenschein zu nehmen“, ergänzt Heß. „Bei der automatisierten Prüfung bleibt immer eine Restmenge, die nicht eindeutig als Spam oder Nicht-Spam bewertet werden kann. Damit nichts Wichtiges unterdrückt wird, mussten die Mail-Empfänger die letzte Entscheidung übernehmen können, zum Beispiel durch Einsichtnahme in einen Quarantänebereich oder über eine Sammelbenachrichtigung zu gefilterten E-Mails.“ Die umfangreichen Anforderungen sahen die IT-Spezialisten bei Merz Pharma am besten in der iQ.Suite von GROUP Technologies umgesetzt. „Die Lösung besticht durch die Möglichkeit, flexibel Einstellungen am Regelwerk vornehmen und Abläufe transparent über die Administrationskonsole verfolgen zu können. Aufgrund der zügigen Implementierung kamen wir sehr schnell in den Genuss einer sicheren und effizienten E-Mail-Kommunikation“, erläutert Schneider. Implementiert hat das Unternehmen die Module iQ.Suite Wall für die Spam- und Inhaltsprüfung und iQ.Suite Watchdog für die Viren- und Attachmentprüfung. Die iQ.Suite betreibt Merz Pharma vollständig und ohne Zusatzinstallationen auf dem Mailserver. Durch den modularen Aufbau lässt sich die Lösung für E-Mail Lifecycle Management ganz einfach an steigende Datenmengen und Anwenderzahlen anpassen und um weitere Funktionen für E-Mail-Sicherheit, -Management und -Archivierung erweitern – ein wichtiger Punkt für einen weltweit tätigen Konzern wie Merz Pharma mit seinen Tochtergesellschaften und Standorten in Europa, den USA sowie Mittel- und Südamerika.

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 1: Therapieansätze

07/2005, Markus Goss



Markus Goss ist seit 2001 Vice President Marketing bei der GROUP Technologies AG.


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